Rote Bete fürs Gehirn

Rote-Bete-Saft verbessert Durchblutung

 Eine tägliche Dosis Rote-Bete-Saft bringt den Blutfluss in Schwung.
Dr. nat. med. Anke Kopacek Eine tägliche Dosis Rote-Bete-Saft bringt den Blutfluss in Schwung.

Gepresste rote Bete ist ein bewährtes Mittel, um den Blutdruck zu senken. Nun haben US-amerikanische Forscher herausgefunden, dass sie außerdem die Durchblutung im Gehirn verbessert. So könnte Rote-Be


Gepresste rote Bete ist ein bewährtes Mittel, um den Blutdruck zu senken. Nun haben US-amerikanische Forscher herausgefunden, dass sie außerdem die Durchblutung im Gehirn verbessert. So könnte Rote-Bete-Saft auch Demenz effektiv vorbeugen.  
Viel Rote Bete – viel Nitrat
Im Laufe des Lebens nimmt die Durchblutung in bestimmten Bereichen des Gehirns natürlicherweise ab. Dadurch ist zudem das Überleben der Nerven- und Hirnzellen gefährdet. Mediziner gehen davon aus, dass die Minderdurchblutung auch ein Grund dafür ist, warum Menschen an Demenz erkranken. Eine Möglichkeit solchen Abbauprozessen im Gehirn vorzubeugen ist den Blutfluss im Gehirn zu verbessern. Ein Stoff, der das offenbar schafft, ist die rote Bete. Sie enthält viel Nitrat. Bakterien im Mund wandeln dieses Nitrat in Nitrit um. Das Nitrit selbst macht die Blutgefäße weit. Dadurch fließt das Blut besser und die Organe bekommen mehr Sauerstoff, so auch das Gehirn. Auf der Wirkung des Nitrits beruht übrigens auch die Tatsache, dass rote Bete den 19z59|Blutdruck senkt.
Besserer Blutfluss – weniger Gehirnschäden
Die amerikanische Forschergruppe untersuchte die gefäßerweiternde Wirkung der roten Bete auf das Gehirn bei 14 Freiwilligen im Alter von 70 Jahren und älter. Die Studienteilnehmer nahmen vier Tage lang ein Rote-Bete-Frühstück unter Laborbedingungen ein, das entweder nitratarm oder nitratreich war. Das heißt, sie tranken viel oder wenig Rote-Bete-Saft. Die anderen Mahlzeiten aßen die Studienteilnehmer zuhause, angepasst an die Bedingungen der vorgegebenen Diät. Nach den ersten zwei Tagen bestimmten die Mediziner den Nitratgehalt im Blut der Teilnehmer. Zusätzlich dokumentierten sie mit dem 34d36|Magnetresonanztomografen den Blutfluss im Gehirn. Danach wechselten die Gruppen ihren Diätplan: Diejenigen, die bisher nitratreich frühstückten, aßen nun nitratarm und umgekehrt. Auch hier maßen die Mediziner nach zwei Tagen Blutfluss und Nitratgehalt. Durch die nitratreiche Diät erhöhte sich der Blutfluss im Gehirn deutlich im Vergleich zur nitratarmen Diät. Vor allem in den so genannten Frontallappen nahm die Durchblutung zu, und damit genau in den Gehirnarealen, die bei Demenz geschädigt sind. Daraus schließen die Forscher, dass regelmäßiges Trinken von Rote-Bete-Saft solchen degenerativen Erkrankungen vorbeugt.

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